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Das große Rasselbande Lern-ABC:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
A wie "Ärger-weit-weg-werfen"
© Christian Tschepp
Es gibt so Tage, an denen geht aber auch wirklich alles schief! Das beginnt
schon morgens: Du bist müde, magst nicht aufstehen und musst dich dann
womöglich noch mit deinen Geschwistern streiten, wer zuerst ins Bad darf.
Die Milch fürs Müsli ist sauer und das Brot ist steinhart. Meistens
gehen solche Tage dann auch genauso weiter. Stress mit den Eltern. Ärger
in der Schule ...
Mit soviel Ärger im Kopf kann aber kein Mensch lernen. Der Ärger blockiert
nämlich die Autobahnen, auf denen das Wissen durch dein Hirn braust. Bevor
du also zu lernen beginnst, stell dir vor, wie all der Ärger in deine Arme
wandert - bis in die Fingerspitzen. Atme tief ein und stell dir beim Ausatmen
vor, dass du den Ärger dabei in die Hände hinunter schiebst. Und jetzt:
Hände ganz fest Schütteln! Raus mit dem ganzen Ärger!
Stell dir vor wie der Ärger durch die Gegend fliegt und an die Wände
klatscht! Oder du formst in Gedanken einen riesengroßen Stein aus allen
ärgerlichen Gedanken und wirfst ihn weit weg in einen Teich. So dass die
Wellen spritzen und alles Ärgerliche versinkt!
B wie "Belohnung muss sein!"
Lernen ist Schwerarbeit für dein Gehirn. Unglaublich, was da alles in
deinem Oberstübchen abgeht! Und wer schwer arbeitet, der will auch richtig
belohnt werden. Denn dann macht das Arbeiten erst so richtig Spaß! Womit
du dich belohnst, hängt natürlich von dir ab und davon, was du gerne
magst, was dir Freude bereitet. Und die Größe der Belohnung hängt
davon ab, wie fleißig du warst. Das Wichtigste ist aber, dass du dich
am Ende deiner Arbeit auf etwas freuen kannst!
C wie "Cäsar der fette Kater gähnt"
© Christian Tschepp
Hast du schon mal einer faulen Katze beim Gähnen zugesehen? Da gähnt die ganze Katze! Vom Schnurrbart bis zur Schwanzspitze. Sie räkelt sich genüsslich, streckt sich, biegt ihren Rücken durch, streckt die Tatzen und sieht so richtig zufrieden dabei aus. Wenn es für die Katze gut ist, ist es ja vielleicht auch für uns Menschen gut. Also: Warum machst du das nicht einfach nach?
Wenn du beim Lernen müde wirst, dann stelle dir einfach Cäsar, den dicken fetten Kater vor: wie er sich genüsslich räkelt und streckt. Und mach es ihm nach. Gähne so richtig herzhaft und vor allem laut! Räkle und strecke dich nach allen Richtungen so weit es geht.
Warum das wirkt? Ganz einfach: Gähnen bringt wieder frische Luft in dein
Gehirn und du bist wieder topfit. Schau nur, wie schlau Cäsar jetzt aussieht!
D wie "Durchhalten - hier wird nicht aufgegeben!!"
An manchen Tagen will die Zeit beim Lernen einfach nicht vergehen. Du siehst
alle paar Minuten auf die Uhr und wünschst dir nichts sehnlicher, als dass
eine Fee kommt und dich erlöst. Aber: Aufgegeben wird nicht!!! Wenn du
dir etwas vorgenommen hast, dann solltest du es auch zu Ende bringen. Es ist
nämlich ein unheimlich tolles Gefühl, wenn man sich überwindet
und etwas Schwieriges geschafft hat!
Wichtig ist aber, dass du dir nicht zu viel vornimmst. Der Lernstoff sollte
schon zu bewältigen sein. Am Besten, du teilst dir den Stoff in kleine
Portionen, die du dir dann Stück für Stück vornimmst. Ja und
wenn du deine Arbeit geschafft hast: Belohnung nicht vergessen!
E wie "Entspann dich mal!"
© Christian Tschepp
Lernen ist wichtig und macht Spaß. Ja, das kannst du ruhig glauben: lernen macht Spaß! Und dein Gehirn vollbringt dabei Höchstleistungen. Es ist eine richtige Denkmaschine. Aber diese Denkmaschine braucht auch mal Entspannungspausen. Aber setz dich in diesen Pausen nicht vor den Fernseher! Mach dir lieber Fernsehen im Kopf: Vielleicht unternimmst du eine Phantasiereise in ein Land, in dem Schüler ihre Lehrer unterrichten? Oder erfindest einen Denk-Lern-Apparat. Vielleicht streckst du dich auch lang wie eine Giraffe oder räkelst dich genüsslich wie Cäsar der fette Kater. Oder gähnst laut und schneidest wilde Grimassen? Nach einer solchen Pause geht deine Denkmaschine bestimmt ganz entspannt und erholt in die nächste Lernrunde! Und wie oft soll ich Denk-Pausen machen? Mache alle 20 - 25 Minuten eine Pause. Die erste sollte 5 Minuten dauern, die zweite 10, die dritte 15 und so weiter. Die Pausen werden also immer länger, je länger die Lernzeit ist. Das hilft deinem Gehirn beim Erholen.
F wie "Fehler gehören auch dazu!"
© Christian Tschepp
Es gibt keinen einzigen Menschen auf der ganzen Welt, der keine Fehler macht. Fehler gehören zu uns. Durch sie lernen wir viele Dinge. Oft wissen wir erst nachdem wir einen Fehler gemacht haben, wie etwas wirklich geht. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: "Durch Fehler wird man klug!" Sei also nicht zu streng zu dir, wenn dir einmal ein Fehler passiert. Betrachte ihn einfach als Freund, der dir sagen will: "Hey, versuch´s noch mal anders! Das nächste Mal klappt´s dann bestimmt!" Das ist wie mit dem Nägel einschlagen: Einmal auf den Finger hauen: Gut, das kann passieren. Aber bevor dir das ein zweites Mal passiert, wirst du dir gut überlegen, was du besser und anders machen musst. Ein blauer Daumen ist dir Lehre genug!
G - wie Gehen
Oje, noch ein ganzes Kapitel zu lesen, und du fühlst dich, als
würdest du auf einem Ameisenhaufen sitzen? So kribbelig bist du! Da gibt's nur
eines: dann höre doch auf deinen Körper. Wenn er nicht sitzen will, dann mache
doch einen Lernspaziergang. Wie das geht? Ganz einfach: Nimm dein Buch und spaziere
langsam und gemütlich durch dein Zimmer. Lies das Kapitel dabei mindestens zweimal
durch. Du wirst staunen, wie gut dein Gehirn arbeitet, wenn du dich dabei langsam
bewegst.
H - wie hört... hört!
© Christian Tschepp
Fertig! Die ganze Seite gelesen! Ja - aber weißt du denn
auch wirklich, was drin steht? Nein? Du hast wichtige Dinge einfach "überlesen"?
Dann probier mal den Rasselbandentrick: Schnapp dir deinen Teddy, deinen Goldhamster,
deinen Goldfisch oder deinen Hund und lies ihm die Seite laut vor. Klingt komisch?
Stimmt. Ist es anfangs auch. Versuche es trotzdem. Du gewöhnst dich schnell
daran. Und schon bald wirst du sehen, dass du dir viel mehr merkst, als wenn
du die Seite still überfliegst. Denn so kannst du nichts auslassen. Und sehr
wichtige Stellen liest du einfach zweimal, damit dein Zuhörer es auch wirklich
versteht. So bist auch du sicher, dass du am nächsten Tag in der Schule alles
kannst. Ja - und Bello auch ...
I - wie "Information ist alles!"
Morgens immer noch ganz schnell zu Mama oder
Papa laufen und hundert Zettel und Termine unterschreiben lassen? Kennst du
das? Oder entdeckst du am Vorabend mit Schrecken, dass am nächsten Tag eine
wichtige Schularbeit, ein Test, oder ein Ausflug ist? Kommt dir bekannt vor?
Dann bist du wohl auch so ein Schussel wie Chrissi. Du kommst unter Zeitdruck
und eilst immer einen Schritt hinter deinen Aufgaben und Pflichten her. Dann
versuche einmal Folgendes (auch Chrissi hat es schon geholfen): Besorge dir
ein Heft, in das du alles Wichtige einträgst: Schularbeitentermine, zu bringende
Unterschriften, Ausflüge und so weiter. Vereinbare eine fixe Zeit mit deinen
Eltern, einen täglichen Termin, an dem ihr alle Termine und Informationen gemeinsam
durchseht. So bist du immer am Laufenden und hast genug Zeit, dich auf wichtige
Dinge vorzubereiten. Und das blöde Gefühl, was Wichtiges vergessen zu haben,
verschwindet auch!
J - siehe auch "X - wie xunde Jause"
K - wie Kraftstoff
Dein Körper ist schon eine tolle Maschine. Was der alles
kann! Laufen, turnen, hüpfen, denken, lernen und noch so vieles mehr. Aber wie
jede Maschine braucht auch dein Körper Kraftstoff, um gut arbeiten zu können.
Das bedeutet nicht, dass du jetzt Benzin trinken sollst. NEIN! Bloß nicht!!
Das schmeckt schrecklich und ist auch noch giftig! Der Kraftstoff aus dem dein
Körper Energie macht ist viel besser und du magst ihn bestimmt. Das beginnt
schon mit dem Frühstück: Wer in der Schule lernen und aufmerksam sein will,
muss seine Maschine schon in der Früh gut versorgen. Mit einem feinen Frühstück.
Ein Vollkornbrot mit Marmelade oder Käse, eine Tasse Kakao und schon läuft dein
Motor auf Hochtouren. Mmhhhh! Vergiss aber nicht das Nachtanken am Vormittag.
Ein Müsliriegel, eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse oder ein Stück Obst wirken
wahre Wunder!
L - wie "Lach dem Ärger eins!"
Null Lust eine Hausaufgabe zu machen, oder auf
einen Test zu lernen? Dann mach es wie Ben: versuche es mit einem Lächeln im
Gesicht. Ja! Das hilft! Mit einem Lachen im Gesicht geht vieles leichter - auch
das Lernen. Und wenn es gar nicht klappen will, dann musst du es eben üben:
Ab vor den Spiegel und 3 Minuten lang wilde Grimassen schneiden und breit grinsen.
Spätestens nach der ersten Minute musst du über dich selber so lachen, dass
es dir gar nichts mehr übrig bleibt, als fröhlich zu sein. Ja und jetzt wieder
ran an die Bücher!!
M - wie Mut-mach-Satz
© Christian Tschepp
Wenn du an die nächste Schularbeit denkst, schlottern dir vor Angst die Knie? Na dann erfinde doch deinen ganz persönlichen "Mut-mach-Satz"! Ben hat das schon ausprobiert. Die anderen haben anfangs gelacht, weil er immer vor sich hingeflüstert hat: "Ich kann jeden Tag ein bisschen besser rechnen. Wenn ich es schaffen will, dann schaffe ich es auch. Ich schaffe es!!!!" Aber dann haben sie verstanden und jetzt hat jeder aus der Rasselbande seinen eigenen, ganz persönlichen, privaten und megageheimen "Mut-mach-Satz". Bestimmt fällt dir auch ein Satz ein, der genau zu dir passt und der dir besonders viel Mut macht. Diesen Satz sagst du dir dann mehrmals täglich (am besten laut) vor. Sei überzeugt von dir! Du schaffst das bestimmt!
N - wie schlechte Note
© Christian Tschepp
Einen Fünfer in der Deutsch Schularbeit bekommen? Oder
beim Rechentest nichts gewusst? Das kann jedem mal passieren (außer dem Professor
natürlich). Lass dich dadurch aber jetzt bloß nicht entmutigen! Gute oder schlechte
Noten sagen nicht: "Du bist aber schlau!" oder mit erhobenem Zeigefinger "Mein
Gott, bist du aber dumm!". Eine Note sagt dir nur: "Das kannst du schon richtig
gut!" oder: "Oh, oh, das solltest du dringend noch üben! Dann klappt es das
nächste Mal ganz bestimmt!" Also nicht entmutigen lassen! Einfach noch mal ran
an das Buch!
O - wie Ohrenrubbeln
Aufsatz schreiben macht Riesenspaß! Klar wirst du sagen. Aber nur, wenn mir auch was einfällt! Aber was, wenn dir einfach absolut nichts Spannendes einfallen will? Du grübelst und grübelst und zermarterst dein Hirn und bekommst trotzdem kein Wort aufs Papier? Das ist der ideale Moment, um deine Ohren mal so richtig zu bearbeiten. Ja! Deine Ohren! Ziehe mit beiden Händen deine Ohren leicht nach hinten und massiere sie von oben in kleinen kreisenden Bewegungen langsam abwärts. Mach das mindestens 3x von oben bis zum Ohrläppchen. Versuche dabei auch noch das Ohr richtig auseinander zu falten. Na, merkst du, wie deine Aufmerksamkeit wiederkommt? Jetzt steht dem weltbesten Aufsatz ja nichts mehr im Wege! Ran an den Stift und schreiben!
O - wie Organisation ist alles!

© Christian Tschepp
Wenn die Schulglocke zu Mittag läutet, bedeutet das: Schule aus! Endlich frei! Nix wie weg! Wenn da nicht noch die Hausaufgaben für den nächsten Tag wären ... und das Lernen für die Tests und Schularbeiten und eigentlich wolltest du ja auch noch ins Kino und und und ... Da schwirrt nicht nur Chrissi der Kopf. Jetzt ist ein organisatorisches Talent gefragt: Mach dir einen Plan und teile die Zeit ganz genau ein. Plane ein bisschen mehr Zeit ein, als Du tatsächlich benötigen wirst, dann kommst du nicht in Zeitdruck. Wenn du dich an deinen Plan hältst, und alles darauf erledigst, dann kannst du deine Freizeit so richtig genießen. Ohne schlechtes Gewissen.
P - wie Platz da!
© Christian Tschepp
Ungespitzte Bleistifte, vergammelte Jausensbrote, Steine, Kastanien, angebissene
Faschingskrapfen, Taschentücher, Murmeln, alte Socken .... Brrrr! Zwischen all
diesen Dingen kann kein Mensch vernünftig Aufgaben machen und lernen. Also:
Aufräumen ist angesagt. Mach Ordnung und Platz, bevor du dich zum Lernen setzt.
Ein aufgeräumter Schreibtisch lädt richtig zum Lernen ein!
Q - wie Quiz Lernen ist langweilig???
Hmmmm ... ja manchmal stimmt das wohl. Aber der Professor kennt auch hier einen Trick: Mach das Lernen zu einem Spiel. Schreibe Vokabeln, Formeln, Rechenaufgaben, Fragen usw. auf kleine Kärtchen. Auf die Rückseite schreibst du die Lösungen, die Antworten, die Bedeutung oder das Ergebnis. Und schon kann es losgehen: Setz dich mit einem Klassenkameraden zusammen und teilt die Kärtchen aus. Jetzt fragt euch gegenseitig ab. Wer die Antwort weiß, bekommt das Kärtchen. Ist die Antwort falsch, kommt das Kärtchen wieder zu den anderen und wird später noch mal abgefragt. Beim nächsten Mal klappt´s bestimmt! Und du wirst sehen: Es werden immer weniger Kärtchen und das Wissen in deinem Kopf wird immer größer. Und das obwohl du nur gespielt hast ... oder?
Frische Luft für frische Energie! Wie du ja schon weißt, braucht dein Gehirn regelmäßig Pausen, um gut zu funktionieren (siehe auch: E wie "Entspann dich mal!"). In längeren Pausen ist es besonders wichtig, dein Gehirn wieder mit frischer Luft zu versorgen. Also: anziehen und einmal rund ums Haus laufen, oder einen kleinen Spaziergang machen. Wenn das nicht möglich ist, kannst du auch einige Hampelmänner und Kniebeugen vor dem geöffneten Fenster machen. Du wirst sehen, wie schnell dein Gehirn wieder fit für´s Lernen ist!
S - wie Schaufensterbummel
Stell dir das Schaufenster von einem richtig schönen
Geschäft vor- von deinem Lieblingsgeschäft. Die Waren werden übersichtlich präsentiert.
Aber nie langweilig, sondern immer so, dass es Spaß macht, davor zu stehen und
zu schauen was es alles Neues gibt. Mit deinem Heft kannst du es genauso machen:
Stell dir vor, dass jede neue Seite ein leeres Schaufenster ist. Das kannst
du jetzt so gestalten, dass du immer gerne hinsiehst. Mit einer schönen Schrift
und verschiedenen Farben kannst du gut Ordnung in die Seite bringen. Nimm Buntstifte
zum Schreiben und Unterstreichen, dann freut sich dein Auge besonders und dein
Gehirn kann sich Dinge leichter merken.
T - wie "Mach dir einen Trampelpfad"
© Christian Tschepp
Stell dir vor es ist Sommer, die Sonne
scheint und du spazierst durch eine saftig grüne hohe Wiese:hinter dir wird
kurz ein schmaler Weg zu sehen sein, aber bald richten sich die Grashalme wieder
auf und alles ist wie vorher. So als wäre hier niemals jemand gegangen. Genauso
ist es in deinem Gehirn. Wenn du etwas Schwieriges nur einmal liest oder lernst
hinterlässt es nur kurz eine Spur und ver-schwindet dann meistens nach kurzer
Zeit wieder. Es war nur in deinem "Kurzzeit-gedächtnis" gespeichert. Um es in
deinem "Langzeitgedächtnis" zu verankern, musst du erst einen richtigen Trampelpfad
in deinem Gehirn machen: Das bedeutet, den Lernstoff immer und immer wiederholen
(an mehreren Tagen hinter-einander). Erst dann wird sich ein bleibender Weg
bilden. So tief, als wäre eine ganze Horde dicker Elefanten entlang gelaufen.
Jetzt kannst du das Gelernte immer wieder abrufen.Wichtig: Wiederhole das Gelernte
aber regelmäßig, denn sonst ver-schwindet der Lernstoff-Trampelpfad in deinem
Gehirn wieder - schwupp - und du vergisst es.
U - wie: Stell die Uhr!
© Christian Tschepp
Du hast einen schweren und wichtigen Beruf: Du bist
von Beruf Schüler oder Schülerin. Das bedeutet, dass du bestimmte Zeiten am
Tag reservieren solltest, in denen du diesem Beruf nachgehst und lernst. Aber
da du ja "nebenberuflich" auch noch Kind bist, brauchst du natürlich auch viel
Zeit um zu spielen, auszuruhen, einfach zu tun worauf du gerade Lust hast. Teile
dir also genaue Lernzeiten am Tag ein. Die müssen nicht jeden Tag gleich sein,
aber du solltest mittags nach der Schule genau festlegen, von wann bis wann
du am Nachmittag lernst. Und jetzt kommt das Wichtigste:
Bis es klingelt lernst du konzentriert und erfüllst deine Schülerpflicht (und
zwar ohne zu murren!). Und wenn es klingelt, dann ist Zeit für Entspannung und
du kannst ruhigen Gewissens deine Freizeit genießen.
V - wie VERSTEHEN
Natürlich kannst du einen Lernstoff einfach auswendig lernen.
Du wirst die Schularbeit und den Test wahrscheinlich auch so schaffen. Aber
dein Gehirn kann auf die Dauer mit rein auswendig gelerntem Stoff nichts anfangen.
Es kann ihn nicht richtig einordnen, wenn es ihn nicht versteht. Also solltest
du immer versuchen, dem Lernstoff auf den Grund zu gehen: ihn zu verstehen,
dir zu überlegen, wofür du das Gelernte einmal brauchen kannst, in welchen Berufen
es sich anwenden ließe. Stell dir einfach einmal vor, was ein Detektiv wohl
damit anfangen könnte. Vielleicht hilft ihm gerade diese trockene Mathematik-Formel,
die du dir einfach nicht merken kannst, einmal bei der Lösung seines schwierigsten
Falles? Setze dich mit deinem Lernstoff auseinander, denke dir Geschichten dazu
aus, zeichne ihn auf und du wirst sehen: das Lernen macht dann gleich 1000mal
mehr Spaß, als wenn du nur auswendig lernst.
W - wie "Ich will!!!"

© Christian Tschepp
Bine hüpft fröhlich vor Ben herum. "Hey! Kommst du mit zum Spielen in den Wald?" "Nein, ich kann nicht." antwortet Ben grantig. "Ich muss noch lernen." Kennst du das? Gar nicht fein: Alle anderen haben schon Zeit rauszugehen und du musst dich an deinen Schreibtisch setzen und büffeln.
Aber was heißt da eigentlich musst? Eigentlich willst du ja einmal .............................
werden (denk dir hier deinen Traumberuf aus). Und du willst ja gerne mit anderen
mitreden können, wenn die sich über etwas Interessantes unterhalten. Ja - und
um das alles tun zu können, musst du vorher viel lernen.
Oh - Halt! Stopp!!! Da hat sich ein großer Fehler eingeschlichen! Eigentlich kannst du das "ich
muss" ja jetzt einfach durch "ich will" ersetzen. Stell dich hin und sag ganz
laut: "Ich will ganz viel lernen, damit ich einmal ....................... werden
kann. Das ist nämlich ein toller Beruf!" Und schon fühlt es sich nicht mehr
so schlimm an, am Schreibtisch zu sitzen.
Probier es doch einfach einmal aus - tut bestimmt nicht weh! Ben hat es schon ausprobiert. Und es klappt!
X - wie: "Xunde Jause!"
Eine Jause schmeckt nicht nur gut, sie versorgt deinen Körper auch mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Wenn du noch viel zu lernen hast, ist es aber besonders wichtig, eine "xunde" = gesunde Jause auszuwählen. Gesund ist vor allem, was nicht zu fett oder zu süß ist und schwer im Magen liegt. Besonders gut sind Nüsse zum Knabbern, frisches Obst, Käse oder frisches Gemüse. Wenn du deine Körpermaschine mit diesem Kraftstoff fütterst, läuft sie schnell wieder auf Hochtouren!
Y - wie YOGA:
Kannst du auch nie ruhig sitzen? Hast du immer das Gefühl, dir
krabbeln 10000 Ameisen in der Hose? Dann probier es einmal mit Yoga! Das sind
Entspannungs- übungen, die dir helfen, ruhiger zu werden und dich besser zu
konzentieren. Yoga gibt es auch für Kinder. Erkundige dich bei der Volkshochschule
oder bitte deine Eltern, mit dir einen Yogakurs zu besuchen. Du wirst sehen:
Entspannt lernt es sich viel leichter.
Z - wie Zettelchen
Eigentlich sagt man ja: mach nicht so eine Zettelwirtschaft! Aber Daniel, "der Professor" rät dir genau dazu: Schreibe Dinge, die du dir einfach nicht merken kannst auf kleine Klebezettelchen und verteile sie gut sichtbar in der ganzen Wohnung. An alle Orte, an denen du dich öfter aufhältst: dein Zimmer, Küche, rund um den Fernseher, Badezimmer .... . Und jedesmal wenn du vorbeikommst, wirfst du einen Blick darauf. Und auf einmal lernst du automatisch! Gelernte Zettel tauscht du einfach gegen neue aus und so weiter.
Fallen Dir auch gute Tipps ein? Dann schick sie uns in einem E-MAIL, wir werden sie auf der Seite veröffentichen!
Illustrationen aus: "WahnSinn! Ein Buch über unsere 5 Sinne
und wie sie sich im Alter verändern" ISBN: 3-902269-01-4
